Schritt für Schritt zur Eigenständigkeit
Für Eltern gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihren Computer kindersicher zu machen. Mit verschiedenen Softwares und Router-Einstellungen, die wir Ihnen auf diesem Portal vorstellen, können Sie Vorkehrungen treffen, die verhindern, dass Ihr Kind beim Surfen unerwünschte Internetseiten aufruft.
Unser pädagogisches Konzept sieht vor, dass Sie Ihr Kind dort, wo es notwendig ist, beschützen, vor allem aber, dass Sie es auf seinem Weg zur Eigenständigkeit – auch im Internet – begleiten.
Genauso wichtig wie das Sperren von Internetseiten ist daher das Lockern der Sicherheitseinstellungen, sobald Ihr Kind – zum Beispiel nachdem es das " bestanden hat – das richtige Verhalten im Internet gelernt hat und die Risiken und Gefahren kennt.
Indem Sie den Computer Ihres jugendlichen Nachwuchses dauerhaft mit strengen Sicherheitseinstellungen versehen, halten Sie weder die digitale Revolution auf, noch tun Sie damit Ihrem Kind einen Gefallen: Wenn nicht zu Hause am Computer, wird es spätestens am PC eines Freundes oder im Internetcafé mit den Gefahren des World Wide Webs konfrontiert.
Wie einem Kind, das zu lange mit Stützrädern das Fahrradfahren übt, fehlen auch einem Kind ohne eigene Erfahrungen mit dem Internet wichtige Kenntnisse und der Respekt vor der Unkontrollierbarkeit. Der erste Sturz eines Kindes, das über Jahre mit Stützen Rad gefahren ist, wird vermutlich sehr viel schmerzhafter sein als derjenige eines Kindes, das langsam an das Radfahren ohne fremde Hilfe herangeführt worden ist. Auch dieses Kind wird, bis es die richtige Balance gefunden hat, den einen oder anderen Kratzer abbekommen. Aber aus Fehlern lernt man. Aus einem Kind, das die Tücken des Radfahrens früh in den Griff bekommt, wird vielleicht einmal ein erfolgreicher Radsportler — aus einem Kind, das sich früh sicher im Internet bewegen kann, vielleicht ein begabter Informatiker.
Aufklärung hat daher unbedingten Vorrang vor ständiger Kontrolle. Ihr Kind sollte sich so früh wie möglich so frei wie möglich im Internet bewegen können, ohne dass Sie Bedenken haben müssen, dass es dabei in eine Abzockfalle gerät oder gewissenlos Details aus seiner Privatsphäre preisgibt.
Worauf es ankommt, ist die elterliche Begleitung. Sie würden Ihr Kind auch nicht ohne Fahrradhelm auf eine Mountainbike-Tour schicken. Aus demselben Grund ist es sinnvoll, bekannte Abzockseiten oder Homepages rassistischer Vereinigungen auch noch bei älteren Jugendlichen zu filtern. Ab wann Ihr Sohn oder Ihre Tochter alt genug ist, um sich über Unseriosität selbst im Klaren zu sein, entscheiden Sie selbst.
Erklären Sie Ihrem Kind immer, welche Sicherheitseinstellungen Sie am Computer treffen und warum – aber auch, wann Sie diese Sperren entfernen. Dazu müssen Sie vor allem wissen, welchen „Reifegrad“ Ihr Kind im Umgang mit dem Internet hat. Orientierung geben Ihnen dabei unsere einzelnen Webitur-Abschlüsse.